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Schlichter statt Richter: Erfolgsbilanz nach einem Jahr.

Die Anlaufstelle ist noch jung: 2014 wurde beim Landkreis Rotenburg (Wümme) für betroffene Bürger die Schlichtungsstelle Bergschaden Niedersachsen eingerichtet. Sie vermittelt bei Gebäude- oder Grundstücksschäden, die im Zusammenhang mit dem Erdöl- und Erdgasbergbau entstanden sein könnten.

Der leitende Schlichter Wolfgang Arenhövel zieht nach einem Jahr eine erfreuliche Bilanz: "Anders als vor Gericht geht es bei uns nicht ums Rechthaben. Wir suchen nach gütlicher Einigung." Und die wird immer wieder gefunden – im ersten Jahr in jedem der zehn Verfahren: "Wir konnten vor allem bei Gebäudeschäden schlichten, bei Rissen im Putz, in Fliesen oder der Verklinkerung. Die Entschädigungen lagen zwischen 2.000 und 6.000 Euro."

Einen Streit außergerichtlich zu lösen ist für beide Seiten vorteilhaft. Prozesse sind ja meist mit hohen Kosten und Risiken verbunden. Das weiß der erfahrene Schlichter. "Diese Hemmschwellen gibt es bei der Schlichtung nicht. Hier kann jeder reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist."

Möglich ist das nicht zuletzt, weil die deutschen Erdgasproduzenten die Stelle finanzieren und ihre Arbeit konstruktiv begleiten. Arenhövel betont: "Manche Bürger hinterfragen das, das kann ich nachvollziehen. Eine Einflussnahme findet aber nicht statt." Sie würde auch keinen Sinn machen. Die positive Erfahrung bestätigt vielmehr: "Wenn sich beide Parteien für Lösungen öffnen, wird die Schlichtungsstelle ein gutes und verantwortungsbewusstes Miteinander in Niedersachsen fördern.“

Mehr über die Schlichtungsstelle unter www.lk-row.de.

 

 

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